Free Eagle Fun Racing Team


Babenbergertrophy (Wien), 05.05.2002

Jürgen Haiderer klassiert sich im Endergebnis als Gesamt 71. und in seiner Klasse (AK) als 23. Hier seine Eindrücke auf dem Bildschirm gebracht:

Rennbericht Babenbergertrophy 2002 von Jürgen Haiderer

Start der Classic Strecke war um 10 Uhr. Ich bin um 8 Uhr 15 von zu Hause weggefahren, hab mir gedacht, das geht sich leicht aus. (Denkste, um 9 Uhr 20 hab ich mich eingeparkt, gottseitdank fast direkt vorm Eingang).
Also, raus aus der Karre und Startnummer holen. Das ging eh geschwind, es war sogar der Ersatzchip (für meinen in Brand Laaben demolierten) bereits vorbereitet, herzlichen Dank dafür noch mal an
Pentek Timing.

Zurück zum Auto, Umziehen, Chip und Startnummer montieren, fertig.
Zum Aufwärmen ist jetzt keine Zeit mehr.
Beim Runterollen zum Start fällt mir auf, daß meine Hinterbremse nicht gscheit zieht. Ich Depp hab mit dem Kabelbinder auch den Bremszug mitbefestigt, wenn´st jetzt einschlagst, hängt sich die Bremse aus.
Also wieder zurück zum Auto, Kabelbinder aufschneiden, Startnummer hängt jetzt zwar schief, aber egal.

Ich steh in der Startaufstellung ziemlich weit hinten, was soll´s.
Startschuß, das Feld setzt sich in Bewegung, der übliche Stau beim Stadionausgang, mit vollem Gschäft den Weg rauf.
Nach ca. einer Viertelstunde hab ich meinen Rhythmus gefunden, Puls ist auch in Ordnung, es nieselt zwar ein wenig, aber es ist nicht kalt.

Beim zweiten Anstieg überholt mich auf einmal der Spatt Wolfgang, kann´s zuerst gar nicht glauben (erfahr dann im Ziel, daß er am Samstag die MTB-Trophy gewonnen hat.

Ich find eine Gruppe von ca. 8 Mann, die ungefähr mein Tempo fährt. Einzig das mit dem Abwechseln an der Spitze haut nicht so ganz hin, ich nehm ziemlich viel Wind. Das geht so bis runter zur Donau.
Dort wird die Gruppe größer (sicher 15 bis 20), am Anfang "rollt der Zug", doch bald herrscht wieder Uneinigkeit und ich mach gemeinsam mit 3 wackeren Mitstreitern das Tempo.

An der Eisernen Hand angekommen, fahr ich mein Tempo, mit 00:13:35,7 ist das zwar nur die 87. Zeit, aber im Vergleich zum Vorjahr - 00:15:09,0 - immerhin um 00:01:24 schneller.

Ab jetzt wird noch ein Faß (da wußte ich nocht nicht, daß es das letzte sein wird) aufgemacht, gemeinsam mit dem Riegler Christoph im Schlepptau geht´s die letzten Berge rauf. Wir holen noch einige Fahrer ein, Franz Glantschnig vom URC Sparkasse Renner Langenlois hat konstant ca. 100m Vorsprung (der hat mir auf der Eisernen Hand 30 sec. abgenommen), auch Peter Kuba (ebenfalls URC Sparkasse Renner Langenlois) kommt in Sichtweite.

Ich merk, daß ich nicht mehr "andrücken" kann, auch das Tempo der Gruppe kann ich nicht halten.
Jetzt geht´s an´s Eingemachte.
Endlich kommt das Schild 60 km (laut meinem Tacho warens zwar erst 56), und schön langsam wird die Kraft aus.

Noch 92 hm und 4,5 km kündigt ein Schild an, es steht inmitten einer Wolke von weissen und schwarzen, herumschwirrenden Pünktchen. Durchhalten. 92 hm sind verdammt viel!
Kurz vor dem finalen Bergabstück überholt mich noch einer, ich hab geglaubt ich parke!
Aber jetzt geht´s bergab, volle Konzentration, unter der Straße durch, ins Stadion.

Blick auf den Tacho, Zeit 02:43:irgendwas, GAS! (Mein Ziel war unter 02:45:00 zu fahren.) Recht viel Speed ist nimmer drinn, aber es reicht zu 02:44:11 laut Tacho).

Total erledigt.

Ausrasten, Duschen, Umziehen, Pasta futtern (Gratulation an unser Heer), auf die Ergebnisliste warten.
Irgenwie krieg ich mit, daß es Probleme mit verdrehten Schildern gab, einige Fahrer sind falsch abgebogen, andere haben abgekürzt.....
Auf einer inoffiziellen Ergebnisliste war ich als 26. in der Klasse AK geführt, super, bestes Wien Ergebnis, gwonnen ham ma nix, also fahr ich heim.

Wie bekannt, wurde dann das Rennen offiziell nach der Zwischenzeitnehmung Bergwertung beendet, dadurch hab ich 4 Plätze gewonnen (aber wenn man die falsch abgefahrenen aus der inoffiziellen Liste herausgenommen hätte, wär ich vielleicht unter den ersten 20, bla, bla, bla.....)

Ergebnisse sind bei Pentek Timing nachzulesen.

Ich hab mein Ziel, unter 02:45:00 zu fahren, erreicht (trotz Einbruch).
Gegenüber dem Vorjahr war ich um 30 min schneller (nach der Eisernen Hand um 27 min), wenn man jetzt eine Viertelstunde für´s Verkoffern im Vorjahr abzieht bleiben immer noch 15 min Verbesserung.
km Zeit von 02:58 auf 02:24 verbessert.

Daten vom Tacho:
61,33 km
1445 hm
Schnitt 22,4 km/h
Highspeed 68,9 km/h

Nachtrag zum Ergebnis:
in der offiziellen Wertung (nach der Bergwertung) bin ich als Gesamt 71. und AK 23. gewertet
in der inoffiziellen Endwertung (ab Platz 51) bin ich als Gesamt 74. und AK 25. gewertet worden

Jürgen Haiderer, 07.05.2002 (wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten)

(C) Paul Richter, Free Eagle Fun Racing Team gatschbiker@free-eagle.at
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