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Jürgen Haiderer schafft im
1. Cross Country seiner Saison die Top 10! Rennbericht Grenzlandcup XC in Zöbing 2003 von Jürgen Haiderer Saisonstart in Zöbing, endlich wieder ein Cross Country Rennen! Nach meinem Laktattest im November 2002 (Ergebnis niederschmetternd, aber wenn man ab der Saisonhälfte nur Rennen fährt und dazwischen nicht trainiert ist das auch nicht verwunderlich) hab ich - so dachte ich jedenfalls - gut trainiert und war schon ganz renngeil... Der Wetterbericht fürs Wochenende war gut - die Woche zuvor hat´s um die 0 Grad gehabt - Ausrede genug für die 2 trainingsfreien Wochen vor dem Rennen (o.k. die 2. Woche vorher hat´s mich nicht gefreut). Am Freitag hab ich 2 gemütliche Besichtigungsrunden
gedreht, die Strecke ist staubtrocken und in einem Topzustand (bergauf teilweise sogar zu
viel Schotter, das kann rutschig werden). Am Samstag in der Früh ist es saukalt, also auch an die
lange Wäsch´ denken! Startnummer holen, es ist immer noch kalt, aber es reicht schon für die kurze Hose.
Zum Aufwärmen noch vom Start - diesmal am Parkplatz und dann grad rauf, viel besser - bis Asphaltabzweig rechts zur Selchkammer, die K&K-Schikane "ideallinisiert", die Bergauf-Linkskurve nach dem Ziel getestet (wichtig ist viel Schwung), Wasserturmanstieg (heuer beste Traktion) und noch mal K&K-Schikane. Die Startnummern wurden nach dem Ergebnis von Leibnitz
vergeben - da war ich jedoch nicht dabei - aber Günther Kanzler sei hier
nochmals ausdrücklich Dank hab ich Nummer 23 bekommen, d.h. 3. Startreihe. Also, Startaufstellung
und los geht´s. Stefan Gottinger zieht gleich voll weg, Thomas
Widhalm an seinem Hinterrad.
Die 1. Runde mit Maximalpuls absolviert, im Rieslingdownhill staubt´s ziemlich.
Beine sind gut, schau ma mal wie lange noch.
Die beiden Bilder sind nicht in der richtigen Reihenfolge, soll nur die Kombination - Schwung nehmen - links voll rein - und vorne sein demonstrieren. Startnummer 7 ist übrigens der Christian Mitmasser - auf der Ziellinie innen überholt und siehe rechtes Bild. Eine Zeit lang kann ich mich am Hinterrad vom Jürgen Vegh halten, dann überholt mich Andi Rief (Startnummer 62) von den 2Radchaoten und ich klemm mich an sein Hinterrad.
Die letzten beiden Runden muss ich ihn ziehen lassen. Dafür erscheint der Bernhard Wöhrer wieder
in meinem Sichtfeld. Ein Platz geht auch noch, nicht den Bernhard sondern die Nummer 13 - Harald Harrer kann ich überholen. (Am oberen Bild am rechten Bildrand entschwindend) Also Vollgas, der Gesichtsausdruck wird leidend, hinter mir kommt Michael Binder vom ARBÖ MTB POLIZEI SV Wien näher, nicht lockerlassen!
Nach kurzer Bergabfahrt (erholen geht jetzt nimmer) - noch mal die Federgabel zu - am Asphalt beschleunigen - rechts rein - nicht runterschalten - Wiegetritt - am Stich zum Forstweg einen Mitstreiter überrundet (Beifall vom zahlreich anwesenden Publikum) - zum letzten Mal die Selchkammer rauf. Auch hier stehen viele Zuschauer am
Streckenrand und feuern uns an. Der Michi Binder hat seinen Rückstand nicht verringern können, er ist nach der Selchkammer sogar noch etwas weiter zurück. Grosses Kettenblatt und Gas, nur mehr ein
Anstieg. Ich komm´dem Bernhard zwar näher,
aber ob sich das ausgeht? Zum letzten Mal in den Riesling Downhill. (Vorher - der aufmerksame Leser hat dies wahrscheinlich schon erwartet - Federgabel wieder auf !!!)
Jetzt nichts mehr riskieren, schön pomale (wobei pomale immer noch verdammt schnell ist).
Riesling Downhill Ausfahrt:
Fotos: Hannes Gerade vor (heuer permanent Gegenwind) zum Anstieg zur Sonnhofhütte, Scheibe - Vollgas. Mitten im Anstieg tauchen schwarze Punkte auf - wurscht, noch 30 Meter! Den Bernhard pack ich nimmer - trotz lautstarker Anfeuerung von Ferdi und Manfred - den Michi hab ich weiter abgehängt. Ab jetzt geht´s nur mehr bergab, noch mal konzentriert und ohne Bremsen (bzw. ohne zu bremsen, abgeschraubt hab ich nix am Bike) durch die Demal Schneise - aufpassen in der Asphalt-Rechts - beschleunigen zur K&K Schikane - anbremsen - und durch. Ausfahrt auf den finalen Asphaltdownhill - 42:11 - 100 U/min - 68 km/h - a bisserl bremsen für die letzte Linkskurve (die ist heuer um ca. ½ m enger, dafür haben die Zuschauer mehr Platz) und Vollgas ins Ziel.
Geschafft, Tacho abdrücken, durchatmen. Im Zielbereich dann das übliche Prozedere: Warten auf und Quatschen mit den Kollegen, Analysen vom Stapel lassen et cetera, et cetera. Dann Verabschiedung und ab zum Auto,
Startnummer zurück geben, anschließend lockeres Ausfahren bis nach Hause (15km, bei
Rekom Puls 45min). Duschen, umziehen, sauberes Free-Eagle
Trikot nicht vergessen, vielleicht hat´s ja doch für die ersten Zehn gereicht? Wieder in Zöbing angekommen gleich in die
Festhalle und die Ergebnislisten studiert: Jubel! Am Siegerfoto in Zöbing, nicht
schlecht. Siegerehrung - der Pokal ist zwar klein aber ich freu mich riesig, Siegerfoto
Bei der anschließenden Verlosung diesmal nichts abgekommen, 2002 und 2001 hab ich jeweils ein Löffler Netzunterhemd (zwar in X-Large, aber immerhin) gewonnen. Zum Abschluss noch für die Statistiker unter uns (Gruß an Tom Gössl): Rundenzeiten:
Für mich positiv: Alle Runden unter 16 min. Daten von meinem Tacho: Zeit 01:16:40 Detaillierte Ergebnisse auf der Grenzlandcup Homepage. Fazit: Zöbing ist (gemeinsam mit Kirchschlag) meine Lieblings Cross Country Strecke, der Saisonauftakt ist geglückt, und ab jetzt wird regelmässig GA1 trainiert - den Rest wird man sehen und natürlich auch hier lesen. Jürgen Haiderer, 22.04.2003 (wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten) I'm a Free Eagle! Born to
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